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Leitbild

Die Mitglieder der BKZ vertreten die Auffassung, dass die Organisationen des Behindertenwesens im Kanton Zürich neben ihren spezifischen Aufgaben

Sie orientieren sich deshalb an folgenden Grundsätzen:

Die BKZ ist ein verbindlicher Zusammenschluss

Die BKZ versteht sich als verbindlicher Zusammenschluss von Organisationen und Institutionen der Selbst- und Fachhilfe des Behindertenwesens im Kanton Zürich. Sie übernimmt im Auftrag und mit der Unterstützung ihrer Mitglieder die Funktionen einer kantonalen Dachorganisation. Behörden, Einzelpersonen und weitere Interessierte, die sich mit den Zielen der BKZ identifizieren, können ebenfalls Mitglied der BKZ werden.
Aktionsfeld der BKZ ist der Kanton Zürich. Bei überkantonalen Problemen und Anliegen betätigt sie sich in gesamtschweizerischen Zusammenhängen.
Die BKZ arbeitet mit der INSOS Zürich zusammen, die im Bereich der stationären Einrichtungen eine vergleichbare Funktion und Stellung als kantonale Dachorganisation hat.

Die BKZ fördert die organisationsübergreifende Zusammenarbeit

Die BKZ fördert die organisations- und damit auch die behinderungsübergreifende Zusammenarbeit dort, wo weniger die konkrete Beeinträchtigung als vielmehr Normen und gesellschaftliche Bedingungen für Behinderung oder Nichtbehinderung, Integration oder Diskriminierung, Mitsprache oder Ausgrenzung ausschlaggebend sind. Sie koordiniert zwischen den verschiedenen Organisationen und Institutionen der Behinderten-Selbst- und -Fachhilfe, trägt dazu bei, Allianzen zu bilden und bündelt damit die Kräfte für die Durchsetzung gemeinsamer Anliegen.

Die BKZ setzt sich für Gleichstellung und Chancengleichheit ein

Die BKZ geht davon aus, dass jedem Menschen das Recht auf ein selbstbestimmtes und sinnerfülltes Leben in Würde zusteht, ungeachtet seiner geistigen, physischen und psychischen Möglichkeiten. Die Lebensbedingungen und der Lebensstandard von Menschen mit behinderungsbedingten Einschränkungen müssen denen von Nichtbehinderten entsprechen. Die BKZ achtet auf die Einhaltung der Grundrechte. Gleichstellung und Chancengleichheit für alle verwirklicht sie auch in ihren eigenen Strukturen.

Die BKZ baut Barrieren ab

Die BKZ setzt sich für Rahmenbedingungen ein, die für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen unerlässlich sind. Die Vermeidung von Hindernissen und Grenzen steht dabei als vorbeugender Aspekt im Zentrum - vor der Korrektur von behindernden Umständen.
Die BKZ befasst sich mit Fragestellungen und Tatbeständen, die Bedürfnisse und Rechte behinderter Menschen und ihrer Organisationen berühren. Durch systematische Beobachtung erkennt und verfolgt sie wichtige Themen frühzeitig. Sie weist ihre Mitglieder darauf hin, stellt Informations- und Argumentationsmaterial bereit, initiiert und koordiniert Akitvitäten. Die BKZ setzt sich für politische, gesetzliche und gesellschaftliche Veränderungen zugunsten von Behinderten ein. Sie fordert und fördert ihre gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben, insbesondere in den Bereichen Existenzsicherung, Schulung und Bildung, soziale und berufliche Integration, Wohnen, Mobilität und Bauen.

Die BKZ sucht Dialogpartnerinnen und -partner

Im Rahmen ihrer Zielsetzung pflegt die BKZ den Dialog mit allen relevanten Personen, Gruppierungen, Institutionen und Organisationen, Unternehmen sowie breiteren Bevölkerungsgruppen. GesprächspartnerInnen sind Betroffene, ExpertInnen, PolitikerInnen, VertreterInnen von Initiativgruppen, Parteien, Behörden, Verwaltungen, Verbänden, Stiftungen, Wirtschafts- und Finanzkreisen und Medienschaffende.

Die BKZ ist Lobby

Durch gezielte Beziehungspflege zu ihrem staatlichen, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld bringt die BKZ die Interessen Behinderter und deren Organisationen ein. Für die Bewusstseins- und Meinungsbildung betreibt sie eine kontinuierliche und umfassende Öffentlichkeitsarbeit.

Die BKZ arbeitet interdisziplinär, transparent und wirtschaftlich

In ihren Gremien, Arbeitsgruppen und Projekten achtet die BKZ auf interdisziplinäre und gleichgewichtige Zusammenarbeit zwischen behinderten und nichtbehinderten sowie ehrenamtlichen und professionellen Mitarbeitenden. In der BKZ arbeiten Behinderte als Expertinnen und Experten in eigener Sache mit. Vorstand und Geschäftsausschuss sorgen für Transparenz durch Kommunikation nach innen und nach aussen. Die BKZ setzt ihre Ressourcen effizient ein und überprüft die Wirkung ihres Handelns regelmässig.

Die BKZ nutzt Synergien und Potentiale

Um ihre Ziele zu erreichen, stellen die Mitglieder der BKZ Fachwissen, Kenntnisse, Erfahrungen, Informationen und - soweit als möglich - auch ihre Infrastruktur zur Verfügung.
Die BKZ nutzt die Möglichkeiten des Miliz-Systems durch Mitarbeit ihrer Mitglieder in Vereinsgremien, Arbeitsgruppen und Projekten. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten stellen Mitgliedorganisationen dafür Personal frei. Die BKZ führt eine professionelle Geschäftsstelle.
Ihre laufenden Tätigkeiten finanziert die BKZ durch Beiträge ihrer Mitglieder und der öffentlichen Hand. Die notwendigen Mittel werden ausserdem durch Projektbeiträge, Spenden und den Verkauf von Dienstleistungen beschafft.

Dieses Leitbild wurde an der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 25. Januar 1999 verabschiedet.