Abschaffung Gemeindezuschüsse in Regensdorf

Der Gemeinderat Regensdorf beantragt, die Gemeindezuschüsse für AHV- und IV-RentnerInnen abzuschaffen. Diese Sparmassnahme trifft nur die Ärmsten. (Medienmitteilung von Pro Infirmis, Insieme und BKZ, 07.06.2016)

Medienmitteilung vom Dienstag, 7. Juni 2016

Der Gemeinderat Regensdorf beantragt, an der Gemeindeversammlung vom 13. Juni die Gemeindezuschüsse für AHV-und IV-Rentnerinnen und -Rentner abzuschaffen.

Pro Infirmis Zürich, der Insieme Dachverband Kanton Zürich und die Behindertenkonferenz Zürich (BKZ) nehmen diese unsolidarischen Sparbemühungen mit grosser Besorgnis zur Kenntnis und lehnen die Sparmassnahme auf Kosten der AHV-und IV-Rentnerinnen und Rentner entschieden ab. Dabei weisen Pro Infirmis, Insieme und BKZ insbesondere auf folgende Punkte hin:

  • Die betroffenen IV-und AHV-Rentnerinnen und -Rentner leben häufig in schwierigen finanziellen Situationen und haben meistens keine Möglichkeiten, ein höheres Einkommen zu erzielen. Weil ihre Arbeitsfähigkeit aufgrund Krankheit, Behinderung oder Alterstark eingeschränkt ist.
  • Die Zuschüsse helfen armen Menschen, am gesellschaftlichen und sozialen Leben in der Stadt teilzunehmen. Sie geben ihnen die Möglichkeit, über die Runden zu kommen.
  • Regensdorferinnen und Regensdorfer, die Gemeindezuschüsse erhalten, können sich nach einem Wegfall der Zuschüsse kleine Dinge noch seltener leisten. Zum Beispiel einen Ausflug ins Grüne, ein Dankeschön für die Nachbarin oder den Kaffee im Restaurant.
  • Die Mietzinszuschüsse will der Regensdorfer Gemeinderat zwar beibehalten, doch auch deren Bezug wird deutlich erschwert: Einerseits weil die Karenzfrist auf fünf Jahre erhöht wird und andererseits weil künftig keine Ausnahme mehr für Härtefälle ohne Sozialhilfe gemacht wird.

Allein Pro Infirmis Zürich berät, begleitet und unterstützt jedes Jahr über 100 Menschen mit Behinderung in Regensdorf, welche meist auch auf Gemeindezuschüsse angewiesen sind. Aus dem Beratungsalltag wissen Pro Infirmis, Insieme und BKZ: Gemeindezuschüsse sind besonders wertvoll für Menschen, für diejeder Rappen zählt.

Aus obigen Gründen appellieren Pro Infirmis Zürich, Insieme und BKZ an die Solidarität der Regensdorfer Stimmberechtigten: Besuchen Sie die Gemeindeversammlung am 13. Juni und stimmen Sie Nein - gegen die Abschaffung der Gemeindezuschüsse.

Die Sparmassnahme trifft die Ärmsten. Und nur die Ärmsten.

Auskünfte:
Pro Infirmis Zürich, Bettina Ledergerber, Kommunikation und Sozialpolitik
Telefon 058 775 25 25
E-Mail bettina.ledergerber@remove-this.proinfirmis.ch
Erreichbar: Dienstag, 7. Juni und Mittwoch, 8. Juni, jeweils von 9 bis 11 Uhr