Umsetzung UNO-BRK

Das Ziel der BKZ ist die Umsetzung und Einhaltung der UNO-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Kanton Zürich.

Zweck der UNO-BRK ist es, den gleichberechtigten Genuss der Menschenrechte und der Grundfreiheiten aller Menschen mit Behinderung zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten sowie die Achtung ihrer Würde zu fördern. An der Entstehung der UNO-BRK waren Menschen mit Behinderung massgeblich beteilig.

Die Schweiz hat die UNO-BRK 2014 ratifiziert. Sie trat 2015 in Kraft.

Der Bundesrat hat im Juni 2016 den ersten Bericht über die Umsetzung des Übereinkommens über die Rechte der Menschen mit Behinderungen (Initialstaatenbericht) veröffentlicht. Er zeigt den Stand der Umsetzung der UNO-BRK in der Schweiz aus Sicht der Schweizer Behörden auf.

Inclusion Handicap, der Dachverband der Behindertenorganisationen in der Schweiz, koordiniert den Schattenbericht zur UNO-BRK. Der Schattenbericht ist eine Analyse zum Stand der Umsetzung der UNO-BRK aus Sicht der Zivilgesellschaft. Der Schattenbericht wurde am 16. Juni 2017 verabschiedet und wird Ende August 2017 veröffentlicht. Die laufenden Arbeiten zur UNO-BRK werden auf der Website von Inclusion Handicap stetig aktualisiert.

Die UNO-BRK gibt es auch in leichter Sprache.

Die BKZ setzt sich im Speziellen in folgenden Projekten für die Umsetzung und Einhaltung der UNO-BRK im Kanton Zürich ein:

  • Sozialraumanalyse Uster

    Uster erhebt mit einer Sozialraumanalyse Daten zu Mängeln und Bedürfnissen im Alltag von Menschen mit Behinderung. Die Sozialraumanalyse bildet die Grundlage zur Weiterentwicklung hin zu einer hindernisfreieren Stadt. Anlass dazu gab eine Motion zur Umsetzung der UNO-BRK in Uster. Die BKZ begrüsst dieses Vorgehen sehr und bringt ihre Fachkompetenz aktiv ein.

  • Studie zum Handlungsbedarf im Kanton Zürich aufgrund der UNO-BRK

    INSOS Zürich setzte sich zusammen mit Pro Infirmis Zürich und der BKZ beim Zürcher Regierungsrat für die Umsetzung der UNO-BRK im Kanton Zürich ein. Die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich möchte nun in Erfahrung bringen, welche Massnahmen im Kanton Zürich zur Umsetzung der UNO-BRK notwendig sind.

    Um diese Handlungsfelder zu eruieren, hat das Sozialamt des Kantons Zürich Anfang 2017 die BKZ beauftragt, eine Studie in Auftrag zu geben. Die Steuergruppe der Studie wird von der BKZ koordiniert und setzt sich zur Hälfte aus Personen mit Behinderung zusammen. Im Juli 2017 hat die Steuergruppe der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) den Auftrag erteilt, die Studie durchzuführen.

    Neben der rechtlichen Analyse bildet die tatsächliche Lebensrealität von Menschen mit Behinderung die zentrale Grundlage, um den Handlungsbedarf im Kanton Zürich zu ermitteln.

    Von Behinderung Betroffene haben sowohl in der Steuergruppe, als Experten und Expertinnen sowie in einer breit angelegten Echogruppe die Möglichkeit, an der Studie mitzuwirken. Die Studienergebnisse werden im Sommer 2018 erwartet.